Aktuelles

Strom- und Gaspreisbremse treten in Kraft

27.01.2023

Die Preisbremsen für Strom, Fernwärme und Gas greifen die Vorschläge der unabhängigen „ExpertInnen-Kommission Gas und Wärme“ auf, werden offiziell ab März 2023 eingeführt, gelten jedoch rückwirkend zum 01.01.2023 und sollen Bürgerinnen/Bürger und Unternehmen in Deutschland von den stark gestiegenen Gas- und Stromkosten entlasten. Ziel ist es, die Energiekosten bezahlbar zu halten und zugleich eine sichere Versorgung mit Gas und Strom zu gewährleisten. Die Bundesregierung plant, dass die Entlastung aus Finanzmitteln des Bundes bis einschließlich April 2024 gezahlt wird. Weil der EU-Beihilferahmen bisher nur bis Dezember 2023 gilt, kann die Verlängerung über den Dezember 2023 hinaus erst später durch eine Verordnung erfolgen, sobald und sofern der EU-Beihilferahmen verlängert wird.

 

Strompreisbremsegesetz (StromPBG)

  • Zählpunkte mit einem Jahresverbrauch bis 30.000 kWh:
    Für 80 % des historischen Jahresverbrauches, in der Regel ermittelt für September 2022, bezahlen Sie einen Gesamtpreis von maximal 40 Cent/kWh brutto. Für die restlichen 20 % des Jahresverbrauches bezahlen Sie den gültigen und vertraglich vereinbarten Preis, welcher sich auf Grundlage der Beschaffungskosten zzgl. Netznutzungs- und Netzzugangsentgelte, Abgaben, Umlagen, Steuern und sonstiger staatlicher Belastungen ergibt.
  • Zählpunkte mit einem Jahresverbrauch über 30.000 kWh:
    Für 70 % des historischen Jahresverbrauches, in der Regel ermittelt für September 2022, bezahlen Sie einen Energiepreis von maximal 13 Cent/kWh netto zzgl. Netznutzungs- und Netzzugangsentgelte, Abgaben, Umlagen, Steuern und sonstiger staatlicher Belastungen. Für die restlichen 30 % des Jahresverbrauches bezahlen Sie den gültigen und vertraglich vereinbarten Preis.
  • Zur Dokumentation des Gesetzgebungsvorgangs

 

Erdgas-Wärme-Preisbremsen-Gesetz (EWPBG)

  • Zählpunkte mit einem Jahresverbrauch weniger als 1.500.000 kWh:
    Für 80 % des im September 2022 prognostizierten Jahresverbrauchs bezahlen Sie einen Gesamtpreis von maximal 12 Cent/kWh brutto. Für die restlichen 20 % des Verbrauches bezahlen Sie den gültigen und vertraglich vereinbarten Preis, welcher sich auf Grundlage der Beschaffungskosten zzgl. Netznutzungs- und Netzzugangsentgelte, Abgaben, Umlagen, Steuern und sonstiger staatlicher Belastungen ergibt.
  • Zählpunkte mit einem Jahresverbrauch ab 1.500.000 kWh:
    Für 70 % des im September 2022 prognostizierten Jahresverbrauchs bezahlen Sie einen Energiepreis von maximal 7 Cent/kWh netto zzgl. Netznutzungs- und Netzzugangsentgelte, Abgaben, Umlagen, Steuern und sonstiger staatlicher Belastungen ergibt. Für die restlichen 30 % des Verbrauches bezahlen Sie den gültigen und vertraglich vereinbarten Preis.
  • Zur Dokumentation des Gesetzgebungsvorgangs

 

Für Kunden mit RLM-Entnahmestellen oder mit einem intelligenten Messsystem wird der Jahresverbrauch 2021 für die Ermittlung der Höhe der Preisbremsen zugrunde gelegt.

Die 20 %- bzw. 30 %-Regelung soll Anreiz geben, dass Verbraucher Energie einsparen.

 

Weiterführende Links

 

Soforthilfe für Erdgaskunden im Dezember 2022

21.11.2022

Erdgaslieferanten sind verpflichtet, den Letztverbrauchern für jede ihrer Entnahmestellen in der Bundesrepublik Deutschland einen einmaligen Entlastungsbetrag gutzuschreiben. Geregelt wird das im „Gesetz über die Feststellung des Wirtschaftsplans des ERP-Sondervermögens für das Jahr 2023 und über eine Soforthilfe für Letztverbraucher von leitungsgebundenem Erdgas und Kunden von Wärme" (§§ 2-3) vom 18.11.2022.

Was heißt das für Sie als Gas-Kunde?

  • M4Energy eG wird den ursprünglich angedachten Abschlag für Dezember 2022 nicht einfordern.
  • Die Dezember-Soforthilfe werden wir Ihrem jeweiligen Kundenkonto gutschreiben und mit der nächsten Abrechnung verrechnen.
  • Voraussetzung ist, dass die Rechnung den Dezember-Zeitraum und den Abschlag für Dezember beinhaltet.

Bitte denken Sie daran: Mit dem Einsparen von Energie leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Senkung Ihrer Energiekosten.

 

Häufige Fragen rund um die Senkung der Mehrwertsteuer im Zuge des Konjunkturpaketes

01.06.2020

Da uns viele Fragen zur Senkung der Mehrwertsteuer erreicht haben, möchten wir Ihnen nachfolgend gern die Antworten zu häufigen Fragen geben. Basis ist das Zweite Gesetz zur Umsetzung steuerlicher Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise (Zweites Corona-Steuerhilfegesetz)

Das Wichtigste zuerst: Selbstverständlich geben wir die Senkung komplett an Sie weiter.

 

Wird mein Abschlag neu berechnet?

Nein. Sie zahlen weiterhin den vereinbarten Abschlag auf Ihre Energiekosten. Die tatsächlich zu zahlende MwSt. wird mit der kommenden Jahresverbrauchs-Abrechnung ermittelt. Dann erfolgt auch die Verrechnung der gesenkten MwSt. mit Ihren Abschlagszahlungen.

Bekomme ich eine neue Abschlagsmitteilung?

Nein. Weil der Abschlag nicht neu berechnet wird, erhalten Sie auch keine neue Abschlagsmitteilung.

Wie wird der Energieverbrauch für den Gültigkeitszeitraum der MwSt.-Senkung ermittelt?

Der Energieverbrauch wird anteilig im Verhältnis der Tage vor dem 1. Juli 2020 (19 % MwSt.) und der Tage im Zeitraum 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020 (16 % MwSt.) ermittelt. Bei Gastarifen erfolgt die anteilige Berechnung unter Berücksichtigung der Wärmekurve für Gas.

Kann ich, um sicher zu gehen, eine Zwischenablesung machen?

Selbstverständlich können Sie uns Ihren Energieverbrauch zum Zeitpunkt der Steuersenkung elektronisch übermitteln. Bitte erfassen Sie dazu Ihren Zählerstand bis spätestens 15. Juli 2020 sowie zum 31. Dezember 2020.
Nutzen Sie zum Mitteilen des Zwischenstandes bitte ausschließlich folgende Formulare:

Wann erhalte ich meine aktuell fällige Abschlags- oder Jahresabrechnung?

Aktuell fällige Abrechnungen verzögern sich um einige Zeit. Wir bemühen uns, diesen Zeitraum so kurz wie möglich zu halten.
Grund für die Verzögerungen ist die sehr kurze Frist zwischen Beschluss und Inkrafttreten der Steuersenkung. Wir müssen eine Vielzahl von Anpassungen vornehmen, die sich leider nicht beschleunigen lassen.

Ich bin Gewerbekunde: Muss ich meinen Vorsteuerabzug anpassen?

Sprechen Sie dazu bitte unbedingt mit Ihrem Steuerberater. Nach den uns vorliegenden Informationen aus dem Bundesministerium für Finanzen können weiterhin 19 % geltend gemacht werden. Erst auf Grundlage der Endabrechnung wird der Vorsteuerabzug auf den zulässigen Wert korrigiert.